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Interpretation zum Indikator Herzinfarkt

Angesichts der steigenden Lebenserwartung und der wachsenden Anzahl chronischer Herzerkrankungen ist auch in Brandenburg mit einem Anstieg der stationären Behandlungen von Personen mit einem akuten Herzinfarkt (Myokardinfarkt) zu rechnen.

Die stationäre Behandlungsrate (Krankenhausfälle pro 100.000 Einwohner) bei Herzinfarkt (ICD-10: I21, I22, I23) für das Jahr 2015 in Brandenburg zeigte einen Anstieg von 583 pro 100.000 Einwohner in der Altersgruppe der 65- bis 75-Jährigen auf 1.308 pro 100.000 Einwohner in der Altersgruppe der über 80-Jährigen.

Dabei wiesen die Männer in der Altersgruppe der 65- bis 75-jährigen Personen eine mehr als doppelt so hohe Rate auf als Frauen (862 vs.335 pro 100.000 Einwohner der Altersgruppe). Auch in der Altersgruppe der über 80-Jährigen blieb dieser geschlechtsspezifische Unterschied in der Rate bestehen, verringert sich aber deutlich (Männer/Frauen: 1.716 vs.1.089 pro 100.000 Einwohner der Altersgruppe).

Im Vergleich der stationären Herzinfarkt-Behandlungsraten innerhalb der Landkreise und kreisfreien Städte des Landes Brandenburg zeigte sich bei den über 80-Jährigen, dass die Landkreise Oder-Spree und Oberspreewald-Lausitz und Uckermark die höchsten Raten aufwiesen (1.807,1.857 bzw. 2.077 pro 100.000 Einwohner der Altersgruppe). Die kreisfreie Stadt Potsdam verzeichnete hingegen die niedrigste Rate (650 pro 100.000 Einwohner der Altersgruppe).

Prognose: Infolge der voraussichtlichen Bevölkerungsentwicklung in Brandenburg wird sich die Zahl der Krankenhausfälle mit Herzinfarkt bei Männern im Alter von mehr als 65 Jahren von 2.869 im Jahr 2015 bis zum Jahr 2020 auf 3.273 Fälle (+14,1 %) und bis zum Jahr 2040 auf 4.293 Fälle (+49,6 %) erhöhen. Für die über 80-jährigen Männer wird ein besonders hoher Anstieg prognostiziert: Von 896 Fällen im Jahr 2015 erhöht sich die Fallzahl auf 1.330 im Jahr 2020 (+48,4 %) und auf 2.105 Fälle in 2040 (+134,9 %).

Die prognostizierten Krankenhausfälle bei Frauen im Alter von über 65 Jahren zeigen, ausgehend von 2.067 Fällen im Jahr 2015, eine Zunahme um 9,4 % bis zum Jahr 2020 (2.262 Fälle) und um 33,2 % bis zum Jahr 2040 (2.754 Fälle). Der Anstieg der Krankenhausfälle bei über 80-jährigen Frauen wird geringer geschätzt als bei Männern dieser Altersgruppe: Von 1.058 Fällen im Jahr 2015 wird ein Anstieg auf 1.380 Fälle in 2020 (+30,4 %) und auf 1.849 Fälle im Jahr 2040 prognostiziert (+74,8 %).


Letzte Aktualisierung: 24.10.2017

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